Unsere Affen
         
 

Indische Hutaffen (Macaca radiata)

Verbreitung: Südindien, südlich der Linie von Bombay, ostwärts bis Rajamundry (Godewari-Mündung)
Lebensraum: überwiegend auf Bäumen
Fortpflanzung: das Fortpflanzungsgeschehen ist über das ganze Jahr verteilt. Spitzen im Oktober/November und folglich mehr Geburten nach ca. 160 Tagen im Februar bis April, immer nur ein Junges, Geschlechtsreife bei Weibchen nach 3-4 Jahren, wobei die Männchen ihre soziale Fähigkeit bzw. Status erst 2-3 Jahre später erlangen.

         

Lisztäffchen (Oedipomidas oedipus)

Verbreitung: kleines Gebiet von Tierra caliente an der karibischen Küste Kolumbiens
Lebensraum: zusammenhängende Wälder, verlassen kaum oder nie die Bäume
Fortpflanzung: geschlechtsreif nach 18-20 Monaten, nur das ranghöchste Weibchen bringt nach einer Tragezeit von ca. 140-170 Tagen meist Zwillinge zur Welt.

 
         
 
Weißbüscheläffchen (Callithrix jacchus)

Verbreitung: vom Staat Maranhâo im Nordosten Brasiliens bis zum Rio Sâo Franzisco, durch den Menschen auf die Südseite des Flusses gebracht, lebt er nun bis an den Stadträndern von Rio de Janeiro
Lebensraum: überwiegend auf Bäumen
Nahrung: optimal sind lebende Insekten, Fleisch, Eier Milchprodukte, Backwaren, Früchte, Gemüse und Nüsse
Fortpflanzung: Der Abstand zwischen den Geburten liegt ungefähr bei 151-156 Tagen. Die Schwangerschaft schwankt von 140-146 Tagen. In der Regel werden Zwillinge geboren und nur zum Säugen zur Mutter gebracht. Nach 30 Tagen beginnen sie feste Nahrung aufzunehmen, werden aber bis 100 Tage gesäugt. Die Tiere sind mit 15-18 Monaten geschlechtsreif.
         
Rhesusaffen (Macaca mulatta)

Verbreitung: Asien von Afghanistan bis Vietnam, einschließlich eines großen Teils des indischen Subkontinents

Lebensraum: tropische und gemischte Wälder

Fortpflanzung: erster Wurf mit 3,5-5,5 Jahren, dann alle 12-24 Monate ein Junges pro Wurf
 
         
 
Bolivianischer Totenkopfaffe (Saimiri boliviensis)

Verbreitung: westliches Südamerika, südwestliches Brasilien, östliches Peru und Bolivien
Lebensweise: Tagaktive Baumbewohner in unteren Baumregio-nen, leben in großen Gruppen von 45 -75 Tieren. Weibchen klären ihre Rangordnung über Verwandschaft und bleiben dominant über die Männchen
Fortpflanzung: Wärend der Paarungszeit legen die Männchen bis zu 20 % an Gewicht zu, Weibchen bevorzugen die stärksten Männchen und die, die am meisten zugenommen haben. Nach einer Tragezeit von 150 -170 Tagen kommt ein einzelnes Junges zur Welt. Die Geburten innerhalb einer Gruppe sind synchronisiert
und erfolgen fast gleichzeitig, auch andere Weibchen kümmern sich dann um das Jungtier.
Ernährung: Insekten und Früchte, kann nach Jahreszeit variieren. Nehmen aber auch andere Pflanzenteile wie Blätter und Blüten, aber auch Eier und kleine Wirbeltiere zu sich.
         

Rotbauchtamarin (Saguinus labiatus)

Verbreitung: westliches Amazonasbecken, westliches Brasilien zwischen den Flüssen Rio Madeira und Rio Purus, teilweise bis nach Bolivien und Peru.
Lebensweise: Tagaktive Baumbewohner, die in Gruppen von 2-10 Tieren leben. Die Gruppe besteht aus einem oder mehreren Weibchen, einem oder mehreren Männchen und dem dazugehörigen Nachwuchs. Die Gruppen bewohnen ein festes Territorium, das sie gegenüber Artgenossen verteidigen.
Fortpflanzung: Es pflanzt sich immer nur das dominante Weibchen fort, das sich mit allen Männchen der Gruppe paart. Es kommen vorwiegend Zwillinge zur Welt, um die sich dann die ganze Gruppe kümmert.
Ernährung: Sie sind Allesfresser, die sich vorrangig von Früchten, Insekten und Nektar ernähren.

 
         
 

Schwarzpinseläffchen (Callithrix penicillata)

Verbreitung: mittleres und westliches Brasilien, vorwiegend in Trockenwäldern des Cerrado und entlang von Flüssen
Lebensweise: Tagaktive Baumbewohner, die in Gruppen aus 2-14 Tieren um ein fortpflanzungsfähiges Paar organisiert sind.
Fortpflanzug: Nach einer rund 150-tägigen Tragezeit bringt das Weibchen meist Zwillinge zur Welt, um die sich der Vater und die älteren Geschwister kümmern.
Ernährung: Hauptanteil sind Baumsäfte, sie fressen aber auch Früchte, Insekten und kleine Wirbeltiere.

         

Weißschulterkapuziner (Cebus capucinus)

Verbreitung: Mittelamerika von Honduras über Nicaragua, Costa Rica, Panama bis Kolumbien und das nordwestliche Ecuador.
Lebensweise: Sie sind tagaktive Baumbewohner in Gruppen bis zu 20 Tieren, bestehend aus mehreren Männchen und Weibchen und ihrem gemeinsamen Nachwuchs.
Fortpflanzung: Weißschulterkapuziner haben ein polygames Fortpflanzungsverhalten. Nach einer rund 160-tägigen Tragezeit bringt das Weibchen meist 1 Junges zur Welt, welches ca. nach 6-12 Monaten entwöhnt wird. Weibchen erreichen die Geschlechtsreife mit etwa 4 Jahren, Männchen mit 8 Jahren, in der Gefangenschaft können die Tiere bis 55 Jahre alt werden.
Ernährung: Kapuziner sind Allesfresser, vorwiegend fressen sie Früchte und Insekten, aber auch Blätter, Knospen und kleine Wirbeltiere werden nicht verschmäht.